Forschungs- und Entwicklungsberatung

Forschungs- und Entwicklungsberatung

Bauen Sie eine starke wissenschaftliche und technische Grundlage auf, um die Lösungen Ihres Unternehmens zu unterstützen.

Modellierung & Simulation

Erstellung von computergestützten Simulationen und theoretischen Lösungen zur Analyse komplexer Systeme.
Modellierung & Simulation

Data Science, Erkenntnisse und Gleichungsentwicklungen

Sammeln, Bereinigen und Untersuchen von Daten, um aussagekräftige Muster zu extrahieren.
Umwandlung von Rohdaten in umsetzbare Erkenntnisse, die Strategie-, Design- oder Forschungsergebnisse unterstützen.
Entwerfen Sie mathematische Rahmenwerke, die reale Prozesse beschreiben. Diese Modelle helfen dabei, Verhaltensweisen vorherzusagen, Szenarien zu testen und komplexe Probleme in Technik, Wissenschaft oder Wirtschaft zu lösen.
Data Science, Erkenntnisse und Gleichungsentwicklungen

Wissenschaftliche Kommunikation

Aufbereitung und Veröffentlichung von Forschungsergebnissen in hochrangigen wissenschaftlichen Publikationen.
Strukturierung von Ergebnissen für wissenschaftliche Vorträge, Poster und technische Berichte.
Erstellung von technischen Notizen und wissenschaftlichen Arbeiten, die Ihre Lösungen oder Materialien beschreiben und die Richtigkeit der Ansätze Ihres Unternehmens untermauern.
Wissenschaftliche Kommunikation

Wissenschaftliche Datenbank

durch die Bereitstellung zuverlässiger Eingabedaten für Simulationen und Berechnungen.
um einen reibungslosen Datenfluss über verschiedene Anwendungen hinweg zu gewährleisten.
durch Strukturierung von Daten für die einfache Verwendung in technischen Notizen, Datenblättern und Designreferenzen.
sodass kritische wissenschaftliche und technische Informationen über Projekte hinweg konsistent und wiederverwendbar bleiben.
Wissenschaftliche Datenbank

Häufig gestellte Fragen

Die F&E-Beratung von NEXATEK ist ein Service, der Bauunternehmen eine starke wissenschaftliche und technische Grundlage bieten soll, um zuverlässige Designmodelle und Lösungen zu entwickeln. Er umfasst die Anwendung verschiedener Methoden, z. B. Modellierung & Simulation, Data Science, Entwicklung mathematischer Modelle, wissenschaftliche Kommunikation, Veröffentlichung und Präsenz auf Konferenzen etc.

Unter Verwendung numerischer, empirischer und analytischer Modelle erstellt NEXATEK computergestützte Simulationen und theoretische Lösungen zur Analyse komplexer Bauingenieursysteme. Dies hilft, Verhaltensweisen vorherzusagen, Designs zu optimieren und Risiken zu reduzieren.

NEXATEK verarbeitet und analysiert Daten (Sammeln, Bereinigen, Auswerten), um aussagekräftige Muster zu extrahieren. Anschließend werden diese Daten interpretiert, um sie in umsetzbare Erkenntnisse umzuwandeln, die Entscheidungsfindung zu unterstützen und maßgeschneiderte mathematische Modelle für bautechnische Herausforderungen zu entwickeln.

NEXATEK entwirft mathematische Rahmenwerke, die reale Prozesse im Bauwesen abbilden, wodurch Kunden Systemverhalten vorhersagen, „Was-wäre-wenn“-Szenarien testen und technische Lösungen optimieren können.

Ja. NEXATEK arbeitet mit mehreren international anerkannten Forschungsinstituten und Universitäten zusammen, um fortschrittliche wissenschaftliche Forschung im Bauingenieurwesen durchzuführen. Durch diese Partnerschaften stellt NEXATEK sicher, dass qualitativ hochwertige, evidenzbasierte und industrierelevante Ergebnisse entwickelt werden, um die technischen Herausforderungen und Innovationsziele Ihres Unternehmens zu unterstützen.

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F&E im Bauingenieurwesen: Forschung und Entwicklung für Infrastruktur, Baustoffe und Konstruktion

Manche Bauvorhaben stoßen an die Grenzen normierter Bemessungsregeln: ein Brückenüberbau, der 50 Jahre lang Tausalzen ausgesetzt ist, oder eine Hochhausgeometrie, die von keinem Regelwerk abgedeckt wird. F&E im Bauingenieurwesen schließt genau diese Lücke. Es bezeichnet die systematische Untersuchung von Baustoffen, Tragwerksverhalten und Bauverfahren, bevor eine Lösung auf der Baustelle umgesetzt wird. Ziel ist es, Standsicherheit und Dauerhaftigkeit dort experimentell und rechnerisch nachzuweisen, wo etablierte Normen keine Vorgaben liefern.

NEXATEK versteht diesen Bereich als ingenieurtechnische Kernfunktion und nicht als akademischen Selbstzweck. Das Resultat einer Forschungsaufgabe ist keine theoretische Abhandlung, sondern ein Satz validierter Bemessungsparameter, auf dessen Basis ein Projektteam rechtssicher planen und bauen kann.

Engineering Team Reviewing Project-Specific Research Data.

Angewandte F&E unterstützt Ingenieurteams dabei, ungelöste technische Grenzwertprobleme in verifizierte Bemessungsdaten zu überführen.

Was bedeutet F&E im Bauingenieurwesen?

Akademische Forschung sucht nach allgemeinen Gesetzmäßigkeiten. Angewandte Ingenieurforschung widmet sich dagegen einer konkreten Randbedingung eines spezifischen Projekts. Eine Universität erforscht beispielsweise grundlegend den Chloridtransport im Beton. Das Projektteam muss dagegen exakt wissen, ob eine bestimmte Rezeptur die Bewehrung eines Pfeilers in der Gezeitenzone über 100 Jahre hinweg zuverlässig vor Korrosion schützt. Beide stützen sich auf dieselben naturwissenschaftlichen Prinzipien – doch nur die projektbezogene Fragestellung liefert Kennwerte, die ein Prüfingenieur rechtsverbindlich abzeichnen kann.

In der Praxis bedeutet Forschung und Entwicklung im Bauingenieurwesen strukturiertes Prüfen und Validieren gegen vorab definierte Akzeptanzkriterien. Ein Team validiert etwa ein neuartiges Anschlussdetail oder misst das Verformungsverhalten eines Baustoffs unter Lastfällen, die vom Hersteller nie deklariert wurden. Das Ergebnis sind unmittelbar nutzbare Bemessungsdaten: eine charakteristische Festigkeit oder ein Diffusionskoeffizient. Unsicherheit wandelt sich damit in ein quantifiziertes, beherrschbares Risiko.

From Technical Question to Design Data.

Angewandte Forschung überführt projektspezifische Unsicherheiten in messbare Kennwerte für die bautechnische Bemessung.

Die Rolle von Forschung und Entwicklung im modernen Bauingenieurwesen

Die Bauwirtschaft operiert unter geringen Margen und erheblichen Haftungsrisiken; neue Verfahren setzen sich daher naturgemäß zögerlich durch. Diese Vorsicht ist begründet: Ein fehlerhafter Softwarecode lässt sich innerhalb weniger Tage patchen – ein mangelhaftes Brückenlager verbleibt dagegen über Jahrzehnte im Bauwerk.

Angewandte Forschung innerhalb von Ingenieurunternehmen dient dazu, Innovationen nachweis- und prüffähig zu machen. Ein F&E-Berater validiert die Leistungsfähigkeit, bevor ein Verfahren in ein Leistungsverzeichnis oder ein Angebot einfließt: sei es ein Leichtbaustoff über setzungsempfindlichem Baugrund oder ein korrosionsbeständiges Bewehrungsdetail für eine Schiffsanlegestelle. Verifizierte Prüfdaten machen aus einer theoretischen Idee ein baurechtlich genehmigungsfähiges Verfahren, das Prüfingenieure und Behörden prüfen und freigeben können. Eine frühzeitige Validierung verhindert zudem kostspielige Sanierungsmaßnahmen, die unausweichlich sind, wenn Mängel erst während der Bauausführung zutage treten.

F&E vs. traditionelle Tragwerksplanung

Klassische Bemessung arbeitet deduktiv: Der planende Ingenieur setzt bekannte Eingangsparameter in bauaufsichtlich eingeführte Normen ein und liest einen nachweisbaren Querschnitt ab. Jeder Einzelschritt ist normativ geregelt und prüffähig.

Forschung arbeitet dagegen induktiv und iterativ: Sie greift genau dort, wo Normen und bauaufsichtliche Zulassungen schweigen. Benötigt ein Projekt beispielsweise ein Verbundmaterial für Fahrbahnplatten, für das keine tabellierten Bemessungswerte existieren, gerät die konventionelle Planung ins Stocken. Ein gezieltes Prüfprogramm ermittelt dann die mechanischen Leistungsgrenzen, aus denen die zulässigen Bemessungswerte abgeleitet werden. Nach diesem Übergabeschritt kehrt der Prozess in die reguläre Bemessung zurück. F&E generiert die Kennwerte – die Tragwerksplanung wendet sie an.

R&D vs. Traditional Engineering Design.

Diese Übersicht stellt deduktive Bemessungsabläufe iterativen Forschungsansätzen gegenüber und verdeutlicht Einsatzbereiche und Ergebnisse beider Methoden.

Kernbereiche der F&E im Bauingenieurwesen

F&E für die Bauindustrie umfasst sämtliche Maßstäbe – von der physikalischen Chemie mineralischer Bindemittel bis zum aeroelastischen Verhalten weitgespannter Brücken. Vier Kernbereiche decken den Großteil der Aktivitäten ab.

 Four Key Areas of Civil Engineering R&D. Bautechnische F&E erstreckt sich über Werkstoffe, Tragsysteme, Bauwerksdauerhaftigkeit und innovative Bauverfahren.

Baustoffentwicklung und Materialtechnologie

Beton bleibt der meistverwendete Baustoff der Welt und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Ein Großteil aktueller Forschungsarbeiten konzentriert sich auf Klinkersubstitute wie Flugasche, Hüttensandmehl, kalzinierte Tone und Silikastaub. Ein Bindemittel, das den Klinkeranteil um 30 Prozent senkt, verändert Herstellkosten und CO2-Bilanz gleichermaßen – weshalb die Rezepturoptimierung heute eng mit dem CO2-Tracking verzahnt ist.

Materialprüfungen gehen weit über die reine Bindemittelchemie hinaus: Selbstverdichtende (SVB) und ultrahochfeste Betone (UHPC) entsprangen langjährigen Forschungszyklen und ermöglichen heute schlankere Bauteile und größere Spannweiten. Forschungsansätze zu selbstheilendem Beton, der Mikrorisse über eingekapselte Wirkstoffe oder Bakterien schließt, haben das Stadium der Baustellenvalidierung erreicht. Geotechnische Teams erforschen Polymerstabilisierungen, um die Tragfähigkeit weicher Böden ohne großvolumigen Bodenaustausch zu erhöhen.

Materials Testing and Low-Carbon Mix Development.

Baustoff-F&E verknüpft Laborprüfungen direkt mit Kosten-, CO2-, Dauerhaftigkeits- und Ausführungszielen.

Tragsysteme und strukturmechanische Optimierung

Strukturmechanische Optimierungsverfahren platzieren Material ausschließlich dort, wo es der Spannungsverlauf erfordert. Topologieoptimierung entfernt gering beanspruchte Bereiche aus Bauteilen und erzeugt organische, hochgradig gewichtsreduzierte Tragstrukturen. Die Herausforderung liegt in der baulichen Herstellbarkeit: Jeder optimierte Knotenpunkt muss gieß- oder schweißbar sein und seine Tragfähigkeit im Versuch unter Beweis stellen.

Die Windingenieurtechnik bildet ein weiteres dynamisches Spezialfeld: Bei schlanken Hochhaustragwerken liefern Grenzschicht-Windkanaluntersuchungen standortspezifische Lastansätze, die pauschale Normen nicht abbilden können – einschließlich windinduzierter Querschwingungen und Schwingungskomfortgrenzen für Nutzer.

Infrastruktursysteme und Langzeitdauerhaftigkeit

Brücken- und Tunnelbauwerke altern schneller, als Budgets für Ersatzneubauten wachsen. Infrastrukturforschung konzentriert sich daher stark auf das Structural Health Monitoring (SHM): Messnetze, die Verformungen, Schwingungen und Korrosionsraten in Echtzeit erfassen. Numerische Schädigungsmodelle übersetzen diese Messwerte in eine prognostizierte Restlebensdauer für chloridbelastete Stahlbetonbauteile. Anlagenbetreiber können Sanierungsmaßnahmen so Jahre vor dem Schadenseintritt veranlassen.

NEXATEK setzt diese diagnostischen Verfahren ein, um die Nutzungsdauer bestehender Infrastrukturanlagen rechnerisch zu verlängern. Die Vermeidung eines einzigen vorzeitigen Brückenersatzneubaus wiegt die Investitionskosten eines Sensorüberwachungsprogramms meist um ein Vielfaches auf.

Bauverfahren und Prozessinnovationen

Die Bauausführung bildet das vierte Standbein: Modulares Bauen erfordert präzise Toleranzmanagementsysteme, da hunderte Kilometer entfernt vorgefertigte Raummodule auf der Baustelle millimetergenau zusammenpassen müssen. Bauprozess-F&E deckt zudem Mauerroboter, automatisierte Bewehrungsflechtmaschinen, drohnengestützte Baustellenvermessungen und 3D-Betondruck ab. Bei gedruckten Wänden entscheidet die Verbundfestigkeit zwischen den einzelnen Schichten darüber, ob das Bauteil monolithisches Tragverhalten aufweist.

F&E-Abläufe in Bau- und Infrastrukturprojekten

Ergebnisse im Bauwesen sind haftungsrelevant. Bautechnische F&E muss daher vor jedem unabhängigen Prüfingenieur standhalten; der ingenieurtechnische Innovationsprozess adaptiert folglich die wissenschaftliche Methode unter realen Projektbedingungen.

 Civil Engineering R&D Process

Ein strukturierter F&E-Ablauf stellt sicher, dass Prüfungen, Modellierung, Iteration und bautechnische Integration prüffähig bleiben.

Problemidentifikation und technische Arbeitshypothese

Vage Zielformulierungen führen zu Fehlallokationen von Projektbudgets. Eine verwertbare Fragestellung ist eng umrissen: Behält eine Mischung mit rezyklierten Gesteinskörnungen eine ausreichende Frost-Tausalz-Beständigkeit für den Überbau einer Brücke in einer feucht-alpinen Klimazone? Das Team formuliert daraufhin eine technische Hypothese, die das Ergebnis mechanisch oder bauphysikalisch prognostiziert. Die Abnahmekriterien werden vor dem Betonieren des ersten Probekörpers verbindlich festgelegt.

Bauteilprüfung, Simulation und Modellvalidierung

Physikalische Versuche liefern die fundamentalen Kalibrierungsdaten: Prüfkörper werden im Alter von 7 und 28 Tagen im Druckversuch gebrochen oder 300 Zyklen beschleunigter Frost-Tau-Wechselbeanspruchung ausgesetzt. Parallel bilden Finite-Elemente-Modelle Beanspruchungszustände ab, deren physischer Nachbau im Großversuch unwirtschaftlich wäre – etwa die vollständige nichtlineare Erdbebensimulation eines Rahmentragwerks.

Die Modellkalibrierung führt beide Stränge zusammen: Versagt ein Träger im Laborversuch bei 500 kN und prognostiziert die FE-Simulation 502 kN, gilt das numerische Berechnungsmodell als verifiziert und darf für ungeprüfte Lastkombinationen herangezogen werden. Teams, die regelmäßige Parametervariationen durchführen, betten derartige Modelle häufig in individuelle Ingenieursoftware ein, sodass Berechnungsingenieure dutzende Varianten pro Tag automatisiert evaluieren können.

Physical Testing to Validated Model

Versuchsergebnisse kalibrieren numerische Simulationsmodelle, sodass Lastfälle analysiert werden können, die im Laborversuch zu aufwendig wären.

Iterationsschritte und bautechnische Implementierung

Erste Prototypen erreichen selten auf Anhieb das geforderte Sicherheitsniveau. Verfehlt ein Probekörper den geforderten Sicherheitsbeiwert, analysiert das Team die Versagensform und modifiziert gezielt einen Parameter – beispielsweise die Zusatzmitteldosierung oder die Geometrie der Anschlussbewehrung – und führt den Versuch erneut durch. Diese Iteration endet, sobald sämtliche Grenzzustände der Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit nachgewiesen sind.

Eine strukturierte Dokumentation schließt den Entwicklungsprozess ab: Die Ergebnisse fließen in einen bautechnischen Prüfbericht oder eine interne Bemessungsrichtlinie ein, und die validierten Kennwerte stehen unmittelbar für die reguläre Ausführungsplanung bereit. An diesem Punkt verliert das Verfahren seinen experimentellen Status und wird zur praxistauglichen Baulösung.

Praktische Anwendungsfelder von F&E in der Bauindustrie

Forschungsaktivitäten finden entlang der gesamten Wertschöpfungskette statt und beschränken sich keineswegs auf Versuchsanstalten. Drei Marktakteure setzen F&E mit jeweils eigener Schwerpunktsetzung ein:

Baustoff- und Komponentenhersteller

Hersteller führen kontinuierliche Entwicklungsprogramme durch. Zementhersteller erforschen abgesenkte Brennofentemperaturen, um den Energieverbrauch pro Tonne Klinker zu senken. Stahlproduzenten entwickeln Legierungen, die hohe Streckgrenzen mit exzellenter Schweißeignung verbinden. In beiden Fällen ist das primäre Ergebnis das technische Produktdatenblatt: unabhängig nachgewiesene Kennwerte, die es dem Tragwerksplaner ermöglichen, das Produkt mit verlässlicher Bemessungssicherheit auszuschreiben.

Bauunternehmen und Ausführungsbetriebe

Bauunternehmer erforschen primär Bauverfahren statt Werkstoffe: Ein Beispiel sind modifizierte Kletterschalungssysteme, die den Taktzyklus eines Hochhauskerns von sechs auf vier Tage verkürzen. 1:1-Mock-ups (Großprobekörper) dienen hierbei als Praxistest, um Bauherren und Prüfingenieuren zu demonstrieren, dass ein Hebe- oder Montageverfahren sicher beherrscht wird, bevor es im Bauwerk zum Einsatz kommt.

Full-Scale Mock-Up Validating a Construction Method

Großmaßstäbliche Mock-ups belegen Arbeitssicherheit, Bauablauf und Herstellbarkeit, bevor ein neues Verfahren auf der Baustelle angewendet wird.

Ingenieur- und Planungsbüros

Ingenieur- und Beratungsunternehmen lösen Sonderfragestellungen, für die keine etablierten Standardlösungen existieren: Die denkmalgerechte Ertüchtigung historischer Bausubstanz verlangt oft nach Verstärkungsmaßnahmen, die das Erscheinungsbild der Fassade unberührt lassen. Das Büro testet dafür kompatible Restaurierungsmörtel und minimalinvasive Verankerungssysteme. NEXATEK strukturiert derartige F&E-Dienstleistungen als zielgerichtete Projektaufträge: eine definierte Fragestellung, ein Prüfplan, Rohdaten und ein prüffähiger Bericht, den der Prüfingenieur rechtssicher attestieren kann.

F&E als organisatorische Kernkompetenz in Ingenieurunternehmen

Der Aufbau von Forschungskompetenz ist primär eine strategisch-organisatorische Entscheidung, bevor es um Laborgeräte geht. Zwei operative Modelle dominieren die Praxis:

Zentrale F&E-Abteilung vs. projektbezogene F&E

Eine eigenständige interne Entwicklungsabteilung eignet sich vor allem für große Konzerne: Sie verfolgt mehrjährige Innovationsziele – etwa die Entwicklung eines firmeneigenen modularen Bausystems oder die unternehmensweite digitale Transformation im Bauingenieurwesen – unabhängig von einzelnen Bauvertragsfristen.

Projektbezogene Forschung ist dagegen taktisch geprägt: Ein interdisziplinäres Team formiert sich um eine konkrete bautechnische Hürde und löst sich nach Projektabschluss wieder auf. Kleinere und mittlere Ingenieurbüros bevorzugen dieses Modell aus Kostengründen, stehen jedoch vor der Herausforderung, dass Erfahrungswissen mit dem Projektende verloren gehen kann. Unternehmen, die ihre Versuchsergebnisse in einer strukturierten Ingenieurdatenbank dokumentieren, halten jedoch jede erprobte Rezeptur und jeden Versuchsbericht für künftige Angebotsphasen abrufbar.

Research Knowledge Base for Future Projects

Strukturierte Dokumentation transformiert projektbezogene Versuchsergebnisse in dauerhaft wiederverwendbares Unternehmenswissen.

Erforderliche technische Kompetenzen und Infrastruktur

Fachpersonal steht an erster Stelle: Ein praxistauglicher Entwicklungsingenieur verbindet fundierte theoretische Mechanik mit praktischer Versuchsmethodik – er beherrscht die Kunst, eine einzelne Zielvariable in einer Versuchsmatrix zu isolieren und statistische Streuungen sachgerecht zu bewerten.

Die apparative Ausstattung folgt dem gewählten Schwerpunkt: Werkstoffuntersuchungen erfordern servohydraulische Prüfmaschinen und Klimakammern, während numerische Arbeiten FEM-Lizenzen und hochleistungsfähige Rechenkapazitäten beanspruchen. Viele Ingenieurunternehmen schließen infrastrukturelle Lücken über strategische Partnerschaften mit Universitäten und Materialprüfanstalten (MPA). Dies schont Investitionsbudgets und stellt sicher, dass die bautechnische Entwicklung konsequent auf die baupraktische Anwendung ausgerichtet bleibt.